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Grundlagen der Krisenbegleitung

Voraussetzungen, Grundprinzipien und Wirksamkeit

Die Ressourcen- und Körperorientierte Krisenbegleitung® unterstützt Familien in frühen Krisensituationen rund um Schwangerschaft, Geburt, Baby- und Kleinkindzeit – mit einer ressourcenorientierten, beziehungsstärkenden und körperorientierten Grundhaltung.

Im Mittelpunkt steht die frühe Unterstützung von Eltern, Babys und Kleinkindern in akuten Belastungssituationen. Ziel ist es, Stress- und Bindungsmuster frühzeitig positiv zu beeinflussen, Ressourcen zu stärken und Familien wieder mehr Sicherheit, Ruhe und Orientierung zu ermöglichen.

„Du bist hier, Du hast Platz, Du wirst gesehen.“

Haltung gegenüber Eltern, Babys und dem jungen familiären Bindungssystem

Voraussetzung

Voraussetzung für eine Krisenbegleitung

Kinder sollten vor der Beratung medizinisch untersucht worden sein. So kann ein physiologisches Problem ausgeschlossen und eine Regulationsstörung fachlich eingeordnet werden.

Bei der Diagnose „Regulationsstörungen“ wird von einer akuten Notsituation ausgegangen. Das familiäre Bindungssystem befindet sich noch in der Entwicklung, die Krise ist akut und noch nicht chronifiziert. Wertschätzende und frühe Interventionen können daher dazu beitragen, Stress- und Bindungsmuster wieder zu verändern.

Grundhaltung

Ressourcen statt Schuldzuweisung

Die Grundhaltung der Ressourcen- und Körperorientierten Krisenbegleitung® ist ressourcenorientiert, kompetenzstärkend und nicht pathologisierend. Eltern werden nicht als „fehlerhaft“ betrachtet. Vielmehr geht es darum, sie in ihrer Rolle zu stärken, ihre natürliche Intuition wieder zugänglich zu machen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Mutterschaft und Elternschaft bedeuten eine tiefgreifende Lebensveränderung. Deshalb braucht es eine besonders empathische, wertfreie und stärkende Begleitung von Eltern in Krisen.

Die körperorientierte Krisenbegleitung richtet den Blick auf das Lebendige, auf vorhandene Ressourcen und auf die Geschichte des Kindes und des jungen familiären Bindungssystems. Babys im Bauch und Säuglinge werden als Menschen verstanden, die bereits eine eigene Geschichte mitbringen.

Frühe Hilfe

Ein Anfang, der Schutz braucht

Hermann Hesse’s Zitat „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ beschreibt auf besondere Weise, was in der Arbeit mit Babys, Müttern und Familien berührt. Bei vielen Familien, die in die SchreiBabyAmbulanzen kommen, ist dieser Anfang jedoch getrübt oder gebrochen.

Wenn der Start ins neue Leben von Schmerz, Leid, Weinen, Angst und Erschöpfung überschattet ist, geraten Eltern häufig an ihre Grenzen. Statt Geborgenheit und Glück erleben sie Verzweiflung, Ohnmacht und Überforderung. Genau hier setzt die Krisenbegleitung an.

Sie schafft einen neuen Wendepunkt: weg von Anspannung und Hilflosigkeit, hin zu Entspannung, Verbindung und Liebe. Es geht um eine frühe Weichenstellung, damit aus Anfangsproblemen keine langfristigen Belastungsmuster entstehen.

Kernprinzipien

Was die Arbeit trägt

  • • ressourcenorientiert
  • • kompetenzstärkend
  • • nicht pathologisierend
  • • körperorientiert
  • • beziehungsorientiert
  • • wertschätzend und haltgebend
Wirksamkeit & Zertifizierung

Empirisch gestützt und fachlich anerkannt

Die Wirksamkeit der Ressourcen- und Körperorientierten Krisenbegleitung® ist seit Jahren unter KlientInnen anerkannt und durch evaluative Studien empirisch belegt. Gerade als frühe Hilfe kann der Ansatz dazu beitragen, spätere Folgestörungen zu vermeiden.

Die Weiterbildung ist fachlich mit Fortbildungsgruppen der Psychotherapeutenkammer Berlin akkreditiert. Kooperationen mit Fachhochschulen und Evaluationsinitiativen bestehen innerhalb des Vereins Rückhalt.

Europaweite Weiterbildungsgruppen und deren Vernetzung werden unter anderem durch die Vereine Rückhalt Deutschland und Rückhalt Österreich unterstützt.

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